Mittelstandsforum 2016:

Inspirierende Reise in die Zukunft des Bauens

Vom 18. bis 19.11. fand in Berlin das 6. BRZ-Mittelstandsforum statt. Der Themenschwerpunkt Megatrends und das Bauen von morgen mit renommierten Referenten aus Praxis, Wissenschaft und Politik lockte knapp 300 Gäste zum zweitägigen Kongress in die erlesenen Räumlichkeiten des Grand Hyatt Hotels am Potsdamer Platz. Als besonderes Highlight bot die Erlebniswelt Bauen und Arbeiten 4.0 den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Anschluss des Forums das unmittelbare Erleben von Zukunftstrends im Hier und Jetzt.


Bambi-Statue im Grand Hyatt in Berlin
Auch im Grand Hyatt ein Hingucker: Der Bambi

Wer an besagtem Wochenende in Berlin war, befand sich in bester Gesellschaft: Nicht nur wichtige Vertreter der Weltpolitik verweilten in der Stadt, auch Stars und Sternchen gaben sich am Vorabend des Forums direkt am Tagungshotel ein Stelldichein; die Bambi-Verleihung hatte sie in die Stadt gerufen. Für Referenten und Kongressteilnehmer ein überraschender wie herrlicher Auftakt in zwei inspirierende Tage rund um die Chancen des Megatrends Digitalisierung und die Potentiale, die Bauunternehmen erschließen können und müssen, um auch in der Welt von morgen wettbewerbsfähig zu bleiben.


Der Saal ist voll. Die Teilnehmer lauschen gespannt den Vorträgen der 13 Referenten.
Der Saal ist voll. Die Teilnehmer lauschen gespannt den Vorträgen.

„Jetzt starten, nicht warten!“

In 13 gehaltvollen Vorträgen sowie einer illustren Diskussionsrunde mit RA Felix Pakleppa, Haupt­geschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), Dr. Tillman Prinz, Bundesgeschäftsführer der Bundes­architekten­kammer, Prof.-Dr.-Ing. Jürgen Danielzik, Geschäftsführer Danielzik Baumanagement, sowie Christian Buhr, Geschäftsführer Zimmerei Sieveke, kristallisierte sich schnell heraus: Die digitale Transformation umfasst weit mehr als Building Information Modeling (BIM).

Es geht vor allem darum, Unternehmens- und Geschäfts­pro­zesse zu digitalisieren, diese zu vernetzen und auch für mobiles Arbeiten zugänglich zu machen. Klar wurde auch, wie Dr. Jan Tulke und Dr. Matthias Jacob, so treffend formulierten: „Nicht warten, sondern starten!“ Wer nicht alsbald beginnt, sich mit der Digitalisierung des eigenen Unternehmens zu beschäftigen, gefährdet seine Zukunfts- und damit Wettbewerbsfähigkeit.


Referenten und Teilnehmer diskutieren in der Podiumsdiskussion zur Frage: Wie verändert die Digitalisierung die Welt?
Rege Diskussionen bereichern die Veranstaltung.

Geschäftsmodelle im Wandel

Die Digitalisierung wird auch bisher bewährte Geschäfts­modelle und Dienst­leistungen überflüssig machen, dafür bietet sie großes Potential für neue. Die Vorträge von Zukunftsforscher Kai Jannek und die Praxisbeispiele der Firma Augel (Bauhoflogistik 4.0) und Brochier (3D-Laser Scanning) führten eindrucksvoll vor Augen, wie aus digitalisierten Prozessen neue Geschäftsfelder entstehen.


Professor Dr. Manfred Breit
Professor Dr. Manfred Breit bei seinem Vortrag "Die Zukunft ist heute – Erfolgspotenziale digitaler Bauprozesse"

Paradigmenwechsel in der Zusammenarbeit

Bereits mit dem verstärkten Einsatz der Methode BIM zeichnete sich die Notwendigkeit einer veränderten Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten hinzu mehr Transparenz und Kollaboration ab. Mit fortschreitender Digitalisierung verstärkt sich auch die Forderung nach mehr Interaktion, Vernetzung und Mobilität. Referenten wie Professor Dr. Manfred Breit und die Architekten Daniel Mondino und Lars Kölln postulierten zudem: „Wir brauchen eine neue Partnerschaftlichkeit und Kultur des Vertrauens.“

 

 

 


Veränderte Firmenkultur: Unternehmen müssen sich neue Ziele und Visionen setzen.
Die Tagungsunterlagen gab es dieses Mal in der App.

Veränderte Führungskultur

Auch auf die Führungskultur in Unternehmen nimmt die Di­gi­ta­li­sierung Einfluss. Anstelle von Hierarchien treten Projekt­ver­ant­wort­lich­­keiten. Zunehmend agile Prozesse erfordern eine neue Fehler­kultur und stärkere Ver­ant­­wortlich­keit aller Mitarbeiter in Projekt und Unternehmen.

Auch wenn viele Prozesse und auch rechtliche Rah­men­be­ding­ungen noch neu definiert und geregelt werden müssen, so ist es doch an der Zeit, sich aktiv mit der eigenen Di­gi­ta­lisierungs­strategie aus­einander­zusetzen, um weiterhin erfolgreich am Markt zu agieren. „Diese Auseinandersetzung mit der eigenen Di­gi­ta­li­sierungs­strategie kann den Unter­nehmen niemand abnehmen“, konstatierten Stevica Milentijevic von BRZ und Professor Dr. Manfred Helmus von der Universität Wuppertal. „Wer hier zu lange wartet, wird schon morgen das Nachsehen haben.“


Teil der Ausstellung: Das Exoskelett
Teil der Ausstellung: Das Exoskelett

Die Zukunft schon heute erleben: Bauen und Arbeiten 4.0

Nach einem inspirierenden Vortrag zum Thema Chan­cen­in­tel­li­genz von Key Note-Speaker Hermann Scherer besuchten die Kongressteilnehmer die Zu­kunfts­erlebnis­welt Bauen und Arbeiten 4.0 und konnten live erleben, an welchen Zukunfts­tech­no­lo­gien schon heute gearbeitet wird.

Impressionen zur Erlebniswelt

 

 

 

 


Spaßfaktor der Ausstellung "Bauen und Arbeiten 4.0": 120-Grad-Aufnahmen
Spaßfaktor der Ausstellung "Bauen und Arbeiten 4.0":
120-Grad-Aufnahmen

Ein voller Erfolg

Wie eindrucks­voll und gehalt­voll die beiden Tage für Gäste und Aus­steller waren, do­ku­men­tiert das über­ragende Teil­nehmer-Feedback. „Diese Veranstaltung hat mein Leben reicher gemacht. Sie war super organisiert, kurzweilig, informativ und sie hat mir viele Impulse gegeben, die ich noch einsortieren und filtern muss. Vielen Dank“, so beispielsweise Günter Göbel, stell­ver­tre­ten­der Chef­redakteur von IWW nach der Veranstaltung.

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