Es rechnet sich, genau zu rechnen:

Die Zimmerer machen es vor

Erstmalig boten der Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks und der Organisations- und Bauinformatikspezialist BRZ gemeinsame Seminare zum Thema Unternehmensführung speziell für Zimmererbetriebe an.


Seminar zum Verrechnungslohn speziell für Zimmerer: Mehr Entscheidungssicherheit bei Kalkulation, Angebotserstellung und Preisverhandlung

„Viel zu viele Betriebe kennen ihre Kosten nicht. Sie orientieren sich bei der Preisfindung nicht an ihren Kosten, sondern am Marktpreis. Das birgt das Risiko, dass das Angebot nicht kostendeckend ist“, erläutert BRZ-Workshopleiter Eckart Thielmann die Situation vieler Handwerksbetriebe.

„Mit dieser Problemstellung sieht sich übrigens die gesamte Bauwirtschaft konfrontiert“, ergänzt er. „Gemeinsam mit dem Zimmererverband gehen wir nun das Thema branchenbezogen aktiv an. Ziel ist, den Betrieben zu mehr Entscheidungssicherheit bei Kalkulation, Angebotserstellung und Preisverhandlung zu verhelfen.“


Gemeinsam kalkuliert es sich leichter

Der erste Workshop der zweiteiligen Reihe fand bereits Mitte April mit großem Erfolg in Nürnberg statt. Unter dem provokanten Titel „Schmerzgrenze erreicht – Ist mein Verrechnungslohn kostendeckend?“ errechneten und diskutierten die Seminarteilnehmer verschiedene typische Szenarien eines Zimmererbetriebs. Die teilweise erstaunlichen Ergebnisse verdeutlichten, wie wichtig Anpassungen im Verrechnungslohn sind, wenn sich betriebliche Rahmenbedingungen schon geringfügig verändern.

In der angenehmen Atmosphäre eines beliebten und gut erreichbaren Tagungshotels erfassten die 14 Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmer so nicht nur den theoretischen Hintergrund zum Verrechnungslohn. Auch ihre individuellen Fragen konnten die anwesenden Inhaber, Meisterfrauen, Kalkulatoren und Kaufleute klären. Die praktischen Kalkulationsrechenaufgaben verdeutlichten dann, wo in der Praxis oft die Fallstricke versteckt liegen.


Ein solides Rechnungswesen ist die Ausgangsbasis

„Um den Verrechnungslohn verlässlichzu kalkulieren, braucht man natürlich aktuelle und belastbare Informationen aus dem Rechnungswesen. Da fängt für viele schon das Problem an, denn die Buchhaltung liefert häufig nicht die notwendigen Zahlen“, weiß Thielmann. „Anpassungen sind hier dann unumgänglich, erklärt der BRZ-Experte.


Excel-Datei hilft beim Errechnen

Um das Gelernte auch im heimischen Betrieb umzusetzen, bekamen die Seminarteilnehmer eine programmierte Excel-Datei, mit der sie unabhängig von ihrer Softwarelösung den aktuell passenden Verrechnungslohn einfach ermitteln können. „Mithilfe des Excel-Tools ist die Errechnung des Verrechnungslohns leicht zu bewerkstelligen, allerdings braucht man natürlich auch hierfür valide Zahlen aus dem Rechnungswesen“, bekräftigt Thielmann nochmals.


Zufriedene Teilnehmer und Workshop zur Preisfindung

Teilnehmer wie Veranstalter zeigten sich nach der Veranstaltung sehr zufrieden. Klaus Stöhr, Geschäftsführer der Stöhr Zimmerei-Holzbau GmbH aus Alesheim resümiert: „Die Workshopinhalte liefern gemeinsam mit dem EDV-Tool eine echte Entscheidungshilfe für die tägliche Praxis. Ich habe nun mehr Sicherheit bei der Bestimmung meiner Preisuntergrenze.“

Mit dem Thema Preisfindung beschäftigt sich auch ein weiterer Workshop, den der Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks und BRZ am 21. Mai 2015 speziell für Zimmerer anbieten. Unter dem Titel „Das Einzige, was zählt, ist der Preis – Mit Kalkulationsgrundlagen zur Existenzsicherung“ geht es dann speziell darum, wie man die Geschäftskosten bei der Kalkulation berücksichtigen kann und wie dazu ein Betrieb sinnvoll zu organisieren ist.

In Kooperation mit:

Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks
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