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 Mittelstandsforum 2016 
 Programm
Das Kongressprogramm zum Thema Digitalisierung in der Baubranche
Rückblick BRZ-Mittelstandsforum18. - 19. November 2016

Programmübersicht

Ihre Gastgeber: Johannes Lunz, Geschäftsführer, und Eva Preu, Marketingleitung – BRZ Deutschland Gmbh
Moderation

„Wir müssen uns an­gesichts ei­ner sich im­mer schnel­ler dreh­enden digital­isierten Welt auf Veränder­ungen ein­stellen. Die gute Nach­richt da­bei ist: Wer jetzt an­fängt, hat gute Chan­cen, die digi­tale Trans­formation zu seinem Vor­teil zu nutzen und sie aktiv mitzugestalten.“ resümiert Johannes Lunz, Geschäfts­führer von BRZ. 

Er und Marketing­leiterin Eva Preu moderierten char­mant durch die zwei­tägige Veranstaltung, mit einem klaren Fazit: „Das Forum hat wich­tige Denk­anstöße ge­liefert. Es wurden Stra­tegien auf­gezeigt und Erfolgs­geschichten vorgestellt, die zeigen, dass Digital­isierung echte Wettbewerbs­vorteile schaffen kann.

Kongressprogramm, Freitag 18. November 2016

12:00 Uhr – Eintreffen der Teilnehmer und Mittagsimbiss
13:00 Uhr – Kongressbeginn und Begrüßung
Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger

Megatrends – Leben und Arbeiten in der digitalen Welt

Innovations­stärke ist eine wesent­liche Voraus­setzung für den Er­folg deutscher Unter­nehmen im inter­nationalen Wett­bewerb. Trends signali­sieren den Wandel und können Dis­ruptionen auslösen. Unter­nehmen werden zu einem ver­schärften Wett­bewerb um Inno­vationen ge­zwungen. Neben zusätz­lichem Nutzen stellen sich aber auch neue Fragen: Die Ma­schine denkt, was macht der Mensch? Wie sicher ist es, diese Sys­teme zu benutzen? Der lang­jährige Präsident der „Fraunhofer-Ideenschmiede“ gibt spannende Ein­blicke in das Zusammen­spiel von Mensch, Organi­sation und neuen Techno­logien.

Referent: Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger

Zusammenfassung (PDF)

Dr. Jan Tulke

Digitalisierung im Bauwesen – Planen und Bauen 4.0

Building Infor­mation Modeling steht für die Digitali­sierung im Bauwesen. Die Methode findet einen immer breiteren Einsatz und wird zu­nehmend auch von Bau­herren ein­gefordert. Zahl­reiche Standardi­sierungs- und Richtlinien­entwicklungen auf ver­schiedenen natio­nalen und euro­päischen Ebenen unter­streichen die hohe Rele­vanz und Dy­namik der Um­stellung auf diese neue Arbeits­weise. Der Vor­trag gibt einen Ein­blick in die aktuelle Ent­wicklung in Deutsch­land und in die wachs­enden Anforder­ungen an Unter­nehmen der Branche.

Referent: Dr. Jan Tulke

Zusammenfassung (PDF)

Dr.-Ing. Sebastian Hollermann

Praxisbericht: Die Kosten fest im Griff – vom digitalen Bauwerksmodell in die Holzbaupraxis

Vom traditions­reichen Zimmerei­betrieb zum modernen Holzbau­unternehmen mit hohem Vorfertigungs­grad und umfang­reicher maschinen gestützter Ferti­gung: Mit digitalen Planungs­methoden und einer durch­dachten Prozess­organisation konnte die Brücke zwischen anspruchs­voller Archi­tektur und wirtschaft­licher Reali­sierung erfolg­reich ge­schlagen werden. Der Praxis­beitrag zeigt, wie es dem Familien­unternehmen gelingt, durch eine hohe Ausführungs­qualität über­regional zu über­zeugen.

Referent: Dr.-Ing. Sebastian Hollermann

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Prof. Dr.-Ing. Manfred Breit

Die Zukunft ist heute – Erfolgspotenziale digitaler Bauprozesse

Digi­tale Techno­logien ver­ändern die Planungs-, Bau- und Nutzungs­prozesse sowie die Geschäfts­modelle im Bau­wesen grund­legend. „Infor­mation“ ist der Treib­stoff dieser Entwick­lung. Der geschickte Um­gang mit diesem Gut ist der Schlüssel für den Er­folg. Gefragt ist eine neue Quali­tät und Kultur der Zusammen­arbeit der Beteilig­ten. Im Vor­trag werden sowohl neue Techno­logien mit „dis­ruptiver“ Wirk­ung als auch prak­tische Er­fahrungen in der Planung und Aus­führung hin­sichtlich ihrer Erfolgs­potenziale durch­leuchtet.

Referent: Prof. Dr.-Ing. Manfred Breit

Zusammenfassung (PDF)

Praxisbericht: Bau(hof)logistik 4.0

Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. FH Rolf Scharmann

Eine effi­ziente Arbeits­vorbereitung, eine klare Kapazitäts­planung, Über­sicht über die aktuelle Geräte­nutzung und Trans­parenz auf der Kosten­seite waren die Auslöser für Rolf Schar­mann, die Bau(hof)logistik im eigenen Betrieb auf digi­tale Work­flows um­zustellen. Die auf RFID-­Technologie ba­sierende Lö­sung brachte, über die Material- und Geräte­wirtschaft hinaus, weit­reichende Vor­teile mit sich. Der Praxis­beitrag zeigt an­schaulich die posi­tiven Aus­wirkungen der Digitali­sierung eines Geschäfts­prozesses auf Organi­sation, Personal und Wett­bewerb.

Referent: Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Rolf Scharmann

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Kai Jannek

Die Digitale Transformation: Gedankliche Ausflüge in die Zukunft

Die digi­tale Trans­formation ent­wickelt sich mit hoher Dy­namik. Das Inter­net der Dinge und Wear­ables, Big Data und Künst­liche Intelli­genz, Ro­botik und 3D-Druck erfassen immer mehr Lebens­bereiche. Unsere phy­sische Um­gebung wird zu einem digi­talen Nerven­system, auf das wir über neue End­geräte zugreifen. Algo­rithmen nehmen uns viele Entscheid­ungen ab und auto­nome Sys­teme unter­stützen uns im Alltag. Der Vor­trag zeigt die funda­mentalen Aus­wirkungen auf unsere Lebens­welt, aber auch auf Planungs- und Bau­prozesse.

Referent: Kai Jannek

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Prof. Dr. Ralf-Peter Oepen

Disruption oder Evolution? Auswirkungen der Digitalisierung auf Geschäftsmodelle in der Baubranche

Die Digital­i­sierung des Bau­ens ist mehr als die bloße Über­­führung ge­leb­ter Pro­z­esse in digi­­tale Struk­­turen. Bauen 4.0 heißt die Position­­ierung des eigenen Unter­­nehmens in sich dra­ma­tisch verändern­­den Markt­­konstellationen neu zu defi­­nieren. Es gilt, vor­­handene Geschäfts­­modelle zu über­denken und zukunfts­orientiert zu ent­wickeln. Der Bei­trag zeigt Chan­cen und Veränder­ungen des digitali­sierten Bauens auf und wagt ein­en Blick auf die Öko­nomie des Bau­markts von morgen.

Referent: Prof. Dr. Ralf-Peter Oepen

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Podiumsdiskussion: Die Digitalisierung verändert die Welt – müssen wir uns in der Baubranche neu erfinden?

Es ist be­kannt, dass die deut­sche Bau­wirtschaft in der Digital­isierung Nachhol­bedarf hat, und auch, dass die Branche stark von Eigen­interessen geprägt ist. Mit neuen An­sätzen zur Zusammen­arbeit liefert die Meth­ode BIM Potenz­iale zur Opti­mierung. Wenn aber die Digitali­sierung tat­sächlich mit Um­brüchen wie zu Zeiten der Industriali­sierung zu vergleich­en ist, geht es nicht mehr nur darum, ob und wie ein Mehr an Partner­schaftlichkeit organi­siert werden kann, es geht um mehr.

Tat­sächlich stellen sich viel grundsätzlich­ere Fra­gen:

  • Bleibt Bauen regio­nal?
  • Werden neue Markt­teilnehmer bewährte Geschäfts­modelle ver­drängen?
  • Wird Ingenieurs­leistung künf­tig noch be­zahlt?
  • Was bleibt von unserem der­zeitigen An­teil an der Wert­schöpfung?
  • Wer hat die Daten­hoheit?
  • Wie können wir die Ent­wicklung mit­gestalten?

 

Teilnehmer: Prof. Dr.-Ing. Jürgen DanielzikRA Felix PakleppaDr. Tillman Prinz, Dipl.-Ing. (FH) Christian Buhr 

18:00 Uhr – Ende des ersten Kongresstages
ab 19:30 Uhr – Sektempfang und gemeinsames Abendessen, danach Get-together

Kongressprogramm, Samstag 19. November 2016

09:00 Uhr – Kongressbeginn
Dr.-Ing. Matthias Jacob

Bauen 4.0 – Neue Perspektiven in der Bauwirtschaft

Die Digitali­sierung ist ein glo­baler Mega­trend und wird die Bau­wirtschaft revolutio­nieren. Bauen 4.0 be­deutet, dass sich die Kommunikations­wege und Arbeits­weisen grund­legend verändern werden. Building Infor­mation Modeling (BIM) ist für die Branche die Chance, ihre Bau­prozesse effi­zienter zu ge­stalten und die Quali­tät der Bau­produkte zu stei­gern. Die daraus resul­tierenden Anforder­ungen zwingen fast alle Bau­unternehmen und Planungs­büros be­stehende Organisations­strukturen und Prozess­abläufe zu über­denken, um nach­haltig am Markt erfol­greich zu sein.

Referent: Dr.-Ing. Matthias Jacob

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Dipl.-Architekt ETH SIA – Architekt BDA Daniel Mondino

Praxisbericht: Alles bleibt anders? – Neue Ansätze zur Zusammenarbeit in der Baubranche

Erfolg­reiches Bau­en verlan­gt eine Kul­tur des partner­schaftlichen Mit­einanders. Die Rea­lität ist oft­mals anders. Der Projekt­erfolg bleibt nicht selten auf der Strecke. Ein Umdenkungs­prozess ist dring­end not­wendig. Der Vor­trag zeigt mit Praxis­beispiel auf, wie man die Chan­cen der Digitali­sierung in der Wert­schöpfungs­kette Bau gestalten kann. Ver­gessen wir die Schnitt­stellen der Ver­gangen­heit: in Zu­kunft geht es um „Naht­stellen“!

Referenten: Dipl.-Architekt ETH SIA – Architekt BDA Daniel Mondino und Dipl.-Ing. Architekt BDB Lars Kölln

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Prof. Dr. Klaus Eschenbruch

Digitalisierung – Mehr Leistung und Haftung oder mehr partnerschaftliche Zusammenarbeit

Neue, ganz­heitlich modell­ierte Arbeits­methoden (6D) verlan­gen mehr Trans­parenz, mehr partner­schaftliche Zusammen­arbeit, mehr Verantwortungs­übernahme, aber auch mehr Haftungs­risiko aller Beteilig­ten. BIM bereitet somit Total-­Quality- und Lean- Management-Prozessen den Weg. Welche Entwick­lungen auf recht­licher Seite diesem Trend folgen müssen, wird im Vor­trag – samt Heraus­forderungen, Stolper­steinen und Vertrags­lösungen – aus Sicht eines erfahr­enen Bau­juristen näher behan­delt.

Referent: Prof. Dr. Klaus Eschenbruch

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Univ.-Prof. Dr.-Ing. Manfred Helmus

Die eigene Digitalisierungsstrategie finden

Das ei­gene Unter­nehmen zukunfts­sicher auf­zustellen, ist ver­bunden mit strate­gischen Weichen­stellungen auf vielen Ebe­nen. Die Kunst hierbei ist es, die strate­gischen Visio­nen und Auf­gaben mit dem ope­rativen Geschäft und den meist knappen Re­ssourcen Zeit und Mensch in Ein­klang zu bringen. Der Vor­trag liefert An­regungen für den Entwicklungs­prozess einer Er­folg ver­sprechenden Digitalisierungs­strategie und be­leuchtet die dafür not­wendigen Maß­nahmen einer nach­haltigen Personal­entwicklung als Funda­ment des zu­künftigen Er­folgs.

Referenten: Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Stevica Milentijevic und Univ.-Prof. Dr.-Ing. Manfred Helmus

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Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Ulrich

Praxisbericht: Zukunftssicherung durch Digitalisierung

Das Unter­nehmen Brochier Rohrleitungs­bau in Nürn­berg hat mit der Ein­führung von 3D-Laser­scanning nicht nur ein neues Ver­fahren mit Effizienz­potenzialen für Bestands­aufnahmen ein­geführt. Das Unter­nehmen hat damit vor allem einen ersten Schritt zur eigenen Digitalisierungs­strategie voll­zogen – mit weit­reichenden Chan­cen und Potenz­ialen. Der Bei­trag behan­delt die Erfahr­ungen mit neuen Techno­logien, die Aus­wirkungen auf Strate­gie, Wettbewerbs­vorteile und die Attrak­tivität als Arbeit­geber.

Referent: Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Ulrich

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Hermann Scherer

Keynote: Zukunft gestalten, Chancen ergreifen

Wer die Zu­kunft in der Bau­branche aktiv ge­stalten will, der muss Chan­cen er­greifen. Und dazu be­nötigt es Chancen­intelligenz, die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und aktiv zu er­arbeiten. In enger wer­denden und immer dichter besetz­ten Märk­ten ist diese Fähig­keit aus mehr­facher Sicht wichtig: Ein hoher „CQ“ befähigt dazu, privat und beruflich, alle sich biet­enden Möglich­keiten zu nutzen – und so Kunden, Märkte und Men­schen zu erobern. Der Vor­trag reflek­tiert, denkt quer sowie gerade­aus, polari­siert, stellt infrage, provo­ziert und beant­wortet die Frage: „Warum suchen manche lebens­lang Chan­cen, währ­end andere sie täglich nutzen?“ Ein Plä­doyer für ein Leben vor dem Tod. Der inter­national erfolg­reiche Refe­rent, Buch­autor und Busi­ness-Experte Her­mann Scherer wird den Teil­nehmern verraten, was „Chancen­intelligenz“ ist und wie man sie nutzen kann.

Referent: Hermann Scherer

Zusammenfassung (PDF)

13:00 Uhr – Kongressende
Mittagsimbiss
14:30-17:00 Uhr – Abschlussevent

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