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Mittelstandsforum 2014 Nachbericht

Das Bauwerksmodell Einer der wichtigsten Aspekte für die BIM-Nutzung in Planungs-, Bau- und Bewirtschaftungsprozessen ist das qualitätsgeprüfte 3D-Modell. Dem Mitverfasser des „BIM-Leitfaden für Deutschland“ Dr. Thomas Liebich von der AEC3 Deutschland GmbH zufolge gibt es dabei kein einzelnes großes „imaginäres“ Modell. Vielmehr kommen bei BIM unterschiedliche Fachmodelle zum Einsatz – vom Entwurfsmodell des Architekten bis hin zum Teilmodell für die Elektroinstallation. „Wichtig ist nur, dass diese Modelle miteinander in Übereinstimmung gebracht werden können und dass dieser Prozess koordiniert werden kann“, führt Liebich aus. Er glaubt, dass weiterhin jeder Fachexperte für seinen Fachbereich verantwortlich bleiben wird – dass aber durch intelligente Vernetzung und die Integration der unterschiedlichen Modelle in einen gemeinsamen Kommunikationsprozess große Chancen für alle Beteiligten entstehen. Damit aus einem 3D-Modell ein 4D- oder gar 5D-Modell werden kann, müssen die Objektdaten mit weiteren Infor- mationen verknüpft werden. „Vertrauen in die Modelle ist wichtig“, sagt Dr. Jochen Hanff von ceapoint aec tech- nologies GmbH, denn je zuverlässiger die Modelle, desto besser sind Planungsqualität und Abstimmungsprozesse. So kann man schon aus dem Modell exakte Mengen- und Kostenberechnungen sowie Bauzeitenpläne ableiten. 4 5. BRZ-Mittelstandsforum 2014 Die Rolle des Contents Als IT-Lösungshaus mit Beraterkompetenz sieht BRZ selbst in der Software nur das Werkzeug für die schluss- endliche BIM-Umsetzung. Vor der Implementierung müssen aber in jedem Unternehmen die richtigen Fragen gestellt und die passenden Ziele definiert werden. Erst bei der Realisierung dieser strategischen Prozesse kommen auch Software und Digitalisierung ins Spiel – und dafür braucht es Daten oder „BIM- Content“ ebenso, wie es fürs Autofahren Treibstoff braucht, so Bernhard Bayer von BIB GmbH. Das Prozesswissen und die Erfahrung, die die Baubeteilig- ten bisher zumeist nur in ihren Köpfen hatten, müssen in Zukunft in intelligent verknüpften Datenbanken abgebildet werden. Derartige Wissenssammlungen helfen, die Erfah- rungen aus den Projekten im Unternehmen zu sichern und sich dauerhaft zu verbessern. Obwohl der Mensch damit einige seiner Aufgaben an den Computer abgibt, sieht Stevica Milentijevic von BRZ ihn trotzdem als zentralen Er- folgsfaktor für jede BIM-Strategie: „Mit BIM entstehen neue Rollen“, sagt er, „zum Beispiel die des Content-Managers.“ Einer der Höhepunkte: die Podiumsdiskussion unter der Leitung von Dr. Pero Mic´ic´ (Mitte). Hier diskutierten Vertreter von Verbänden (z. B. Siegfried Wernik, buildingSMART e. V., Zweiter von rechts), Politik und Bauwirtschaft (z. B. Kevin Mattiszik, Bauwens GmbH & Co. KG, ganz rechts) über die Zukunft des Bauens. „Bauplanung ohne Content ist wie Autofahren ohne Treibstoff.“

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